Mein Modedesignstudium: Was, wie, wo, warum?

Hallo meine lieben Couturistas!

Heute möchte ich euch erzählen welche Möglichkeiten es gibt, Modedesign zu studieren; wie ich zu meinem Modedesignstudium kam und wie das Auswahlverfahren war.

Viel Spaß beim Lesen!

WIE UND WO STUDIEREN. In Deutschland gibt es viele Unis oder Schulen, an denen man Modedesign studieren kann. Die Studiengänge haben nicht immer die gleichen Namen, doch im großen und ganzen haben sie alle das gleiche Ziel.

Mann kann die Einrichtungen zunächst grob in staatliche und private Schulen unterteilen.
Die staatlichen sind meist nicht so teuer (lediglich Sozialbeitrag pro Semester 200-300 € und ggf. weitere studiengangsabhängige Kosten) und haben einen staatlich anerkannten, akkreditierten Abschluss. Die meisten bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an, diese dauern in der Regel 3-4 Jahre.
Die privaten Schulen kosten monatlich eine gewisse Gebühr (zwischen 300-600 €), da sie vom Staat nicht subventioniert werden und sich nur so finanzieren können. Sie müssen ihre Abschlüsse nicht akkreditieren lassen, daher gibt es hier viele verschiedene vom Bachelor über den staatl. anerkannten Modedesigner bis hin zu eigenen, nicht anerkannten Abschlüssen. Die Gesamtkosten belaufen sich hier in der Regel auf 15.000 – 30.000+ € für das gesamte Studium. Hinzu kommen, wie bei der staatlichen Schule auch, die Materialkosten (Stoffe, Nähmaschinen, Nähzubehör, etc.). Auch hier dauert das Studium 3-4 Jahre.

Eine gute Übersicht der Unis/Schulen in Sachen Mode in Deutschland findet ihr auf der Seite von Modeopfer110.

GRUNDSÄTZLICHES ZUM AUWAHLVERFAHREN. Kreative Studiengänge sind sehr begehrt und es bewerben sich jährlich weit aus mehr Studenten als es Studienplätze gibt. Daher ist es nur verständlich, dass sowohl staatliche als auch private Schulen die Auswahl sehr genau und nach bestimmten Kriterien vornehmen.

An den meisten Schulen wird eine klassische Bewerbung inkl. Motivationsschreiben und Lebenslauf und eine Mappe mit Arbeitsproben (Zeichnungen) verlangt. Danach folgt oft ein Vorstellungsgespräch, bei dem die Motivation und die Arbeitsproben erötert werden. Manche Universitäten (meist staatliche) setzen zudem ein einschlägiges Praktikum voraus.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Mappe und das persönliche Gespräch die größte Gewichtung in der Entscheidung haben.

MEINE ENTSCHEIDUNG FÜR DAS FASHION DESIGN INSTITUT UND DAS AUSWAHLVERFAHREN. Ich beschäftige mich schon seit einer langen Zeit mit dem Modedesignstudium (ca. 9 Jahre 🙂 ). Und da ich mich nach dem Abitur gegen dieses Studium entschieden habe, haben sich in meinem Leben einige Umstände (Wohnort, Freund, Finanzen) mittlerweile so verändert, dass ich nicht mehr die freie Wahl unter all den Schulen in Deutschland hatte.
Da mein Freund und ich im Raum Düsseldorf zusammen gezogen sind, war für mich klar, dass ich in Düsseldorf studieren werde. Somit war die Auswahl räumlich schon mal eingegrenzt. Wobei ich hier mutig anmerken möchte, dass Düsseldorf auf jeden Fall eine Modemetropole ist und ich froh bin, dass ich „gezwungenermaßen“ hier studieren muss.

In Düsseldorf gibt es rund 9 Schulen (ausschließlich privat), die Mode-Studiengänge anbieten. Drei sind direkt weggefallen, da sie kein Modedesign anbieten, sondern nur Modemanagement, also einen BWL-lastigen Studiengang.

Als ich mir die anderen angeschaut habe, habe ich – gebe ich zu – mich sehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Einige sind für mich rausgefallen, allein wegen des Internetauftritts oder der unzureichenden Beschreibung der Studieninhalte. Bei diesen Schulen habe ich meist keine Erfahrungsberichte und auch sonst keine Informationen im Zusammenhang mit Modedesign gefunden.

In der engeren Auswahl waren dann die AMD Akademie Mode & Design, das FDI Fashion Design Institut und die MD.H Mediadesign Hochschule.
Ich habe mich recht schnell gegen die Mediadesign Hochschule entschieden, da ich das Gefühl hatte, dass die MD.H sich eher auf Medien und Kommunikation spezialisiert hat.

Nun musste ich mich zwischen AMD und FDI entscheiden. Dies ist mir nicht leicht gefallen, da beide mich sehr angesprochen haben. Zu beiden habe ich im Internet positive Berichte gelesen und beide haben eine gute Vernetzung innerhalb der Modebranche. Am Ende haben einfach die rationalen Argumente entschieden – für das Fashion Design Institut. Das FDI kostet einige Tausend Euro weniger als die AMD, ist internationaler ausgerichtet und startet zweimal im Jahr (April und Oktober).

AUSWAHLVERFAHREN IM FDI. Das FDI hat ein recht klassisches Auswahlverfahren. Die Bewerbung soll einen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben sowie Zeugnisse und ein Passfoto beinhalten. Zudem benötigt man eine Kreaitvmappe mit rund 10 Arbeiten, die man dann zu seinem Vorstellungsgespräch mitbringt.
Alternativ kann man die Bewerbung und Kreativmappe auch bei einem der Infoabende vorzeigen – so wie ich es gemacht habe. Mehr zu den Inhalten der Kreativmappe findest du hier unter „Bewerbung“.

Ich bin damals mit einem Packen meiner Zeichnungen zu einem der Infoabende gegangen. Ich habe mich zunächst umgesehen und mit einigen Studenten unterhalten. Die Stimmung war recht entspannt und freundlich. Die ausgestellten Arbeiten haben mich schnell begeistert und irgendwann bin ich zu Harald Thomas, dem Vorstandsvorsitzenden des Trägers, gegangen. Ich wollte dort zunächst nur eine Einschätzung zu meinen Zeichnungen einholen, jedoch hat sich dies direkt zu einem kurzen Auswahlgespräch entwickelt. 
Nach dem Gespräch mit Harald wurde ich weitergeführt zur Rektorin der Schule und seiner Frau, Inna Thomas. Sie hat sich mit mir ausführlich über meine Motivation und meine Entscheidungsgründe für das Studium unterhalten und wir haben auch meine Zeichnungen durchgesprochen. Direkt im Anschluss habe ich von ihr die Zusage für das Studium erhalten!  Meinen Lebenslauf und meine Zeugnisse habe ich dem FDI erst danach zugeschickt.

Wie bei allen anderen Schulen/Unis auch, kann ich nicht genau sagen, was sie an meinen Zeichnungen überzeugt hat. Ich habe auch von anderen oft gehört/gelesen, dass ihre Mappen den einen überzeugt und den anderen überhaupt nicht gefallen haben. Ich kann nur sagen, dass man bei der Auswahl der Zeichnungen auf sein Gefühl vertrauen sollte.

Ich habe euch hier auch nochmal die Arbeiten meiner Mappe eingebaut, falls es jemanden interessiert 🙂 Aber nicht wundern: Mein Zeichenstil ist sehr von Mangas geprägt, da ich  früher viel davon gezeichnet habe.

Studiert ihr auch Modedesign oder habt schon an einem Auswahlverfahren teilgenommen? Erzählt es mir in den Kommentaren! 🙂

Eure Tanüschka

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